Das VNS / HRV Analyse System Varicor®


HRV Software und Hardware

  • Aufzeichnung der R-R-Intervalle
  • Auswertung durch Rhythmogramm, Streudiagramm, Histogramm, Funktioneller Zustand des Regulationssystems
  • Parameter zur Beurteilung des vegetativen Nervensystems (Pulsfrequenz, Mittlere Quadratabweichung, Variationskoeffizient, Mittelwert der Quadratwurzel der Standardabweichung, Stressindex)

  • Spektralanalyse der Herzratenvariabilität

  • Hochfrequenzkomponente
  • Niedrigfrequenzkomponente und sympatho-vagale Balance
  • Niedrigstfrequenzkomponente
  • Auswertung des Sympathikus / Parasympathikus

  • Orthostase-Test und Atemmessung

  • Belastungs-, Provokationstest für die Regulation des Organismus

  • Atemtherapie und Biofeedback

  • Optisch dargestellte Atemuhr, durch welche dem Patienten eine Atemfrequenz vorgegeben wird
  • 1,5-stündige Aufzeichnung der R-R-Intervalle (Rhythmogramm), welche die Auswahl therapeutischer Maßnahmen individuell ermöglicht


  • Modulare Erweiterungen sind jederzeit möglich.
    Stellen Sie sich Ihr eigenes HRV System anhand Ihrer Tätigkeiten und Ihrer Praxis zusammen.
    Die Auslieferung, Einweisung und Schulung übernehmen wir persönlich.

    Die VNS Analyse liefert Ihnen:


    Das Mess- und Analysesystem System "Heart Rate Variability" ist ein völlig automatisches, nicht invasives, Computer gestütztes Mess- und Auswertungssystem, das für die quantitative Bewertung des autonomen Nervensystems (VNS/HRV/ANS)entwickelt wurde. Das System beruht auf einer sehr genauen automatischen und kontinuierlichen Messung des RR- Abstandes jedes Herzschlages in der originalen zeitlichen Abfolge einzelner Herzschläge, quasi einer Feinanalyse der Veränderung der Herzfrequenz im Zeitverlauf. Betrachtet man nun die Abfolge der einzelnen Herzschläge mit hoher zeitlicher Auflösung und stellt diese Messwerte grafisch dar (s.u.), so erkennt man eine deutliche Fluktuation im Zeitverlauf der Messwerte. Dazu wird mit geeigneter Messtechnik jeder RR-Abstand präzise als Zeitintervall gemessen und als Messreihe erfasst. Aus dieser erkennt man, dass kein RR-Abstand einem vorherigen RR-Abstand gleicht. Trägt man die gemessenen RR-Abstandswerte als Ordinate über der Herzfolge (Abszisse) ab, so ergibt sich ein Kurvenzug, der als Rhythmogramm bezeichnet wird und eine rhythmische Variation der RR-Abstände erkennen lässt. Auch bei völliger Ruhe, zum Beispiel beim liegenden Probanden, lassen sich solch rhythmische Schwankungen nachweisen.

    Es handelt sich dabei um einen komplexen Rhythmus der Variationen der Herzfrequenz als Ergebnis "vermaschter" Regulationsprozesse, der sich mathematisch als Spektrum von Subfrequenzen der Herzfrequenz berechnen lassen. Da nun bekanntermaßen die Herzfrequenz über das vegetative Nervensystem beeinflusst wird, wobei die beiden Gegenspieler "Sympathikus" und "Parasympathikus" - im Sinne komplexer Führungsgrößen fungieren, liegt der Schluss nahe, dass sich aus der mathematischen Analyse der Spektren der Subfrequenzen dieser Variationen des Rhythmogramms der Herzfrequenz Rückschlüsse auf das Wirken von Vagus und Sympathikus ziehen lassen.

    Somit reflektieren sowohl der Herzrhythmus als auch die Herzrhythmusvariabilität die Veränderungen des sympathischen und parasympathischen Anteils des autonomen Nervensystems, wobei die Ermittlung der Herzrhythmusvariabilität eine Feinanalyse dieser Regulationsprozesse ermöglicht. Die Variabilität bezieht sich dabei auf den Fluktuationsgrad der Länge der Kardiointervalle.

    Betrachtet man weiterhin, dass die Jahrmillionen alte "Alarmreaktion" des biologischen Systems in der westlichen Zivilisation zu inadäquaten Regulationssteuerungsprozessen führt, die zahlreiche chronische Erkrankungen (Hypertonie, Arteriosklerose, Diabetes Typ II usw.) initiiert oder gravierend verschlechtert, so kommt der kybernetischen Systemanalyse eine überragende Bedeutung zu. Das über Jahrzehnte entwickelte System der Herzrhythmusvariabilität (VNS/HRV/ANS) ermöglicht eine solche Analyse.

    "Der Vorteil des Verfahrens besteht neben der kontinuierlichen, exakten quantitativen und qualitativen Erfassung des Zustandes VNS/HRV/ANS in der Früherkennung von Veränderungen im Systemverhalten des Organismus."


    Damit wird es möglich, schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Hinweise auf pathologische Prozesse oder bestehende Funktionsstörungen zu erhalten. Es besteht somit eine objektive Entscheidungsmöglichkeit für eine frühzeitige medizinische Intervention, noch bevor klinische Erscheinungen oder labordiagnostische Befunde bzw. Befindlichkeitsstörungen den Patienten und den Arzt auf eine Funktionsstörung oder Erkrankung hinweisen.

    Die Parameter der VNS Analyse


    VNS/HRV Parameter

    HR Pulsfrequenz Durchschnittliche Pulsfrequenz

  • Norm 55 - 80/min
  • durchschnittliche Frequenz des Herzschlages
  • Normalwert eines gesunden Menschen in Ruhe beträgt um die 67/min.

  • SDNN Mittlere Quadratabweichung

  • Mittlere Quadratabweichung
  • Norm 30 - 100
  • Zusammenfassender Parameter der heart rate variability.
  • Erhöhung und Sinken dieses Parameters hängt von beiden Autonom- und Hauptregulationen (Sympathikus und Parasympathikus) ab.

  • Variationskoeffizient (CV)

  • Norm 3 - 12
  • charakterisiert die Breite der Variabilität und beschreibt somit die Verteilungsform in Histogrammen
  • niedrige Werte korrelieren mit einer höheren sympathischen Aktivität
  • höhere Werte korrelieren mit einer höheren parasympathischen Aktivität

  • Stressindex (SI)

  • Norm 50 - 150
  • Er verhält sich konträr zum Ruheindex.
  • Zustand der zentralen Ebene der Regulation.
  • Dieser Parameter spiegelt die Erhöhung der sympathischen Hauptebenen unter mentaler, emotionaler und/oder physischen Belastung wieder.

  • Ruheindex (RMSSD)

  • Norm: 20 - 50
  • Er verhält sich konträr zum Stressindex.
  • Dieser Parameter spiegelt die Aktivität des vegetativen autonomen Systems wieder, ist aber nicht mit dem Parameter HF aus der Spektralanalyse gleich zu setzen.

  • Die Spektralanalyse

    Spektralanalyse

    Die Spektralanalyse ist ein eigenständiges statistisches Analyseverfahren. Die Grundlage aller dieser Verfahren bildet der mathematische Ansatz, wonach jeder beliebige periodische Kurvenverlauf (der der Dirichletschen Bedingung genügt) durch eine Fourierzerlegung mathematisch als Fourierreihe, d. h. als Summe von sinus- bzw. cosinus-förmigen Teilschwingungen, beschrieben werden kann. Die Fourier- Analyse zerlegt jedes beliebige periodische Signal in seine Frequenzanteile. Dementsprechend lässt sich auch jeder beliebige periodische Kurvenverlauf biologischer Signale, also auch das Rhythmogramm der Herzschlagfolge, in eine Folge von Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenz, Phase und Amplitude zerlegen. Das entsprechende mathematische Verfahren wurde von dem Mathematiker Fourier entwickelt, nach dem dieses Verfahren als "Fourieranalyse" bezeichnet wird. Durch anschließende Transformation des Fourierergebnisses in den "Frequenzraum" ergibt sich das sog. Powerspektrum des analysierten Schwingungsprozesses, wie es für das Herzschlag-Rhythmogramm dargestellt ist.

    Die Spektralanalyse liefert:


  • die Auftrennung der Herzfrequenzvariation (des Rhythmogramms) in die verschiedenen (Frequenz-) Komponenten
  • damit ist eine Quantifizierung der sympathischen und parasympathischen Aktivität möglich
  • das Spektrum lässt sich in drei Frequenzbereiche einteilen: "VLF"; "LF" und "HF" (nicht zu verwechseln mit der sonst üblichen Abkürzung HF für die "Herzfrequenz")

  • Die Parameter der Spektralanalyse


    HF (%) die Hochfrequenzkomponente Norm 10 - 30 % (ideal 20%)

  • Leistung der Hochfrequenzkomponente der HRV in % zur Gesamtleistung = relative Stufe der parasympathischen Aktivität.
  • Die HF-Komponente bietet wertvolle Informationen über die Aktivität des kardialen parasympathischen Nervensystems und kann bei der Risikoabschätzung von Herz-Kreislauferkrankungen helfen.

  • LF (%) die Niedrigfrequenzkomponente Norm 15 - 45 % (ideal 30%)

  • Leistung der Niedrigfrequenzkomponente der HRV in % zur Gesamtleistung = relative Stufe der Aktivität des vasomotorischen Zentrums

  • VLF (%) die Niedrigstfrequenzkomponente Norm 20 - 60 % (ideal 40%)

  • Leistung der sehr niedrigen Frequenzkomponente in % zur Gesamtleistung = relative Stufe der Aktivität des suprasegmentalen subkortikalen sympathischen Zentrums.
  • VLF spiegelt langfristige Schwankungen in Verbindung mit beiden, sowohl der Aktivität des vegetativen Nervensystems als auch der hormonellen Veränderungen sowie Phänomenen der Thermoregulation wieder.

  • TP [ms2 * 1000] die Gesamtleistung des Systems Norm 0,8-1,5

  • Dieser Wert entspricht der Gesamtleistung des Schwingungsprozesses die TP charakterisiert die allgemeine Aktivität der Regulationssysteme Was durch eine Messung der R-R Intervalle nicht möglich ist.

  • Nur die Spektralanalyse macht es möglich, Rückschlüsse auf die Aktivität des Regulationssystems zu schließen.


    Der Orthostasetest: (modifizierter Schellong-Test)


    Der Blutdruck und seine Regulation:

    Druckempfindliche Rezeptoren in dem Gefäßsystem können mögliche Druckveränderungen erkennen.
    Ohne Blutdruck könnte unser Blut nicht fließen und unsere Organe könnten somit nicht richtig versorgt werden. In aller Regel spricht man vom arteriellen und/oder venösen Blutdruck.
    Beim Blutdruckmessen spricht man vom systolischen (der Erste oder höhere Wert) und vom diastolischen (dem Zweiten oder niedrigerem Wert). Als optimal gilt ein Wert von 120/80.

    Natürlich schwankt der Blutdruck, in Abhängigkeit von körperlicher Aktivität.
    Der Blutdruck im menschlichen Körper ist jedoch nicht überall gleich. Besonders sichtbar wird dies bei Lagewechseln, so zum Beispiel vom Liegen zum Stehen. Wenn bei spontanen Lagewechseln Schwindel aufkommt kann man es spüren / fühlen. Um diese Kompensation spontan regulieren zu können nutzt unser Organismus die autonome Regulation des VNS/HRV/ANS.

    Dieser Regulationsprozess ist mit Hilfe der Orthostasemessung auswertbar und macht es möglich eine Beurteilung der Kompensationsleistung des Organismus einzuschätzen.
    Anhand definierter Einschwingverhalten der R-R Intervalle werden angezeigt, ob der Proband/Organismus Belastungen kompensieren kann oder aber einbricht.

    Die Atemmessung und Atemtherapie


    Der bekannteste Einfluss auf den Herzrhythmus ist der Atmungsrhythmus, der sich dem Herzrhythmus überlagert und oft (ungenau) als Atmungsarrhythmie bezeichnet wird. Hierbei kommt es zur Verkürzung der Kardiointervalllänge bei der Einatmung und zur Verlängerung bei der Ausatmung. Nach Sayers (1973) wird der Atemeinfluss auf die Kardiointervalle durch den intrapleuralen Druck und die Aktivität der Barorezeptoren vermittelt. Dominiert die Atmungsarrhythmie im Kurvenverlauf, so kann davon ausgegangen werden, dass sich das System in relativer Ruhe (zum Beispiel Schlaf) befindet, das heißt sowohl im Außen- als auch im Innenbereich besteht eine minimale Reizanflutung. Das System befindet sich im Parasympathikotonus.

    Basierend auf dieser Erkenntnis wird dem Probanden ein physiologischer Atemrhythmus vorgegeben, und parallel eine VNS/HRV/ANS Messung vorgenommen.

    Die Atemmessung arbeitet konträr zum Orthostase-Test und zeigt auf, ob die gemessene Person noch über Regulationsreserven verfügt, adaptieren kann, oder sich schon in einer Regulationsstarre befindet.

    Biofeedback


    Mit Hilfe von elektrischen und elektronischen Geräten werden Veränderungen biologischer Regulationsprozesse sichtbar gemacht. Vorrangig kommt es beim Mentaltraining und Entspannungsübungen zum Einsatz.

    Körpereigene Regulationsprozesse werden nicht bewusst wahrgenommen. Um diese Regulationsmechanismen oder Regelkreise zu visualisieren nutzen wir die VNS/HRV/ANS Messung. Dem Anwender wird graphisch sichtbar gemacht ob eine Rückkopplung vom Probanden zur ausgewählten Behandlung besteht.

    Im Biofeedbackmodul kann der Anwender bis zu zehn verschiedene Therapien aus seiner Praxis hinterlegen.

    Durch die Messung des VNS/HRV/ANS werden unmittelbare Veränderungen der Regulation unter Anwendung der verschiedenen Therapien sichtbar gemacht. Hiermit kann der Anwender schnell und genau eine Beurteilung über die Effektivität seiner Therapie an der individuellen Person ersehen.

    Dadurch ist es möglich geeignete Behandlungen/Behandlungskonzepte oder Therapien individuell zusammenzustellen.

    Des Weiteren können "Hausaufgaben" mitgegeben werden, um ein gewünschtes Therapieziel zu erreichen.

    Das System auf einen Blick:


    VNS Analyse mittels Herzratenvariabilitätsmessung

    Einstiegsmodul

    HRV Software und Hardware

    • Aufzeichnung der R-R-Intervalle
    • Auswertung durch Rhythmogramm, Streudiagramm, Histogramm, Funktioneller Zustand des Regulationssystems
    • Parameter zur Beurteilung des vegetativen Nervensystems (Pulsfrequenz, Mittlere Quadratabweichung, Variationskoeffizient, Mittelwert der Quadratwurzel der Standardabweichung, Stressindex)

    Erweiterungsmodul 1

    Spektralanalyse der Herzratenvariabilität

    • Hochfrequenzkomponente
    • Niedrigfrequenzkomponente und sympatho-vagale Balance
    • Niedrigstfrequenzkomponente
    • Auswertung des Sympathikus / Parasympathikus

    Erweiterungsmodul 2

    Orthostase-Test und Atemmessung

    • Belastungs-, Provokationstest für die Regulation des Organismus

    Erweiterungsmodul 3

    Atemtherapie und Marker

    • Optisch dargestellte Atemuhr, durch welche dem Patienten eine Atemfrequenz vorgegeben wird
    • 1,5-ständige Aufzeichnung der R-R-Intervalle (Rhythmogramm), welche die Auswahl therapeutischer Maßnahmen ermöglicht

    Komplettes System

    Beinhaltet alle oben genannten Module



    Prospekt online im PDF Format